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Trine 2

TEST: Zauberhaftes Jump’n’Run Teil 2

Zauberer Amadeus, Ritter Pontius und die Diebin Zoya werden zum zweiten Mal gefordert. Wieder sammelt der Trine das Trio ein, um ein Abenteuer zu bestehen, die Geheimnisse eines verfluchten Waldes zu lüften und – wie es sich für einen Ritter ohne Furcht und Tadel gehört – eine Prinzessin aus allergrößten Nöten zu erretten. Der Terminkalender der Drei ist also für die nächste Zeit mit reichlich Heldentaten gefüllt.

Das Prinzip des Jump‘n‘Run ist gleich geblieben: In der Manier eines Side-Scrollers geht es auf dem Monitor von Links nach Rechts. Auf dem Weg zum Levelausgang stellen sich dem Spielern / den Spielern wie gewohnt so manche Problemchen in den Weg. Die reichen von kleinen Physik-Spielereien über Goblins bis hin zu riesigen Trollen und Spinnen.

Ein
starkes
Trio

Wer Trine gespielt hat weiß, Amadeus, Pontius und Zoya sind nicht umsonst im Trio unterwegs. Alle drei haben Stärken, mit denen sie sich gegenseitig unterstützen müssen. Amadeus wirkt Magie, erschafft Kisten oder lässt alles Mögliche schweben. Pontius Steckenpferd ist der Kampf mit Schwert und Hammer – kein Wunder bei seiner Statur wie ein beleibter Kleiderschrank. Zoya ist schnell und wendig und klettert dank Wurfhaken besonders gut. Sie ist mit Pfeil und Bogen die einzige Fernkämpferin.

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Trine 2 lässt sich allein oder kooperativ mit einem oder zwei weiteren Spielern erleben. Allein ist immer nur einer der drei Helden zu sehen, per Tastendruck wird gewechselt. Kooperativ tummelt sich das komplette Trio auf dem Monitor und unterstützt sich fortan in Sachen Weiterkommen. Das Ganze funktioniert komfortabel via Steam oder – löblicherweise – auch ganz oldschool per Netzwerkverbindung.

Hilfe
erwünscht

Trine 2 setzt voraus, dass alle Spieler zusammenspielen und sich gegenseitig helfen. Amadeus sorgt mit erschaffenen Kisten und Planken für Kletterhilfe, Pontius räumt für die beiden Gefährten nicht nur die Gefahren aus dem Weg, er stoppt auch Lavaströme, Flammen und herabfallende Tore mit seinem Schild. Zoya erreicht Dank ihres Wurfharkens Orte, Geheimnisse und Schalter, die Amadeus und Pontius nicht erreichen würden.

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Die Handhabung des Trios geht gut von der Hand, egal ob Zoya kletter und schwingt, Amadeus Kisten herbeizaubert oder Pontius mit Schwert, Hammer und Schild auf die Gegnerhorden einprügelt. Das ganze funktioniert über die Mixtur aus Maus und Tastatur oder wahlweise mit dem Gamepad – und stets gut. Durch gesammelte Punkte können für das Trio Verbesserungen freigeschaltet werden, die Amadeus‘ Magie stärken oder Zoya mit brennenden Pfeilen ausrüsten. Das System funktioniert nach dem Motto „Klein aber fein“ und ist mit einem Rollenspiel nicht vergleichbar.

Jump’n’Run
Bilderbuch

Kaum ein Spiel war bisher so schön wie Trine 2 – egal ob in Sachen Design oder Grafik. Ob sich das Trio durch einen Wald, eine Lava-Höhle oder eine Eislandschaft arbeitet, die Umgebungen sind zauberhaft schön. Mehr noch, sie laden dazu ein einfach stehen zu bleiben und den Anblick zu genießen. Dazu kommen die vielen kleinen Details und tollen Ideen die man oft erst auf den zweiten Blick entdeckt. Mögen Frozenbyte die Ideen niemals ausgehen! Untermalt wird das Ganze von einem wunderschönen Soundtrack, der die fantasievolle Stimmung bestens zu unterstreichen weiß. Schade nur, dass alles zu schnell vorbei ist.

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Alleine macht Trine 2 schon eine Menge Spaß, aber kooperativ mit zwei menschlichen Mitspielern ist das Abenteuer von Zauberer Amadeus, Ritter Pontius und Diebin Zoya einfach der Hammer. Im Alleingang nimmt der Wechsel zwischen den drei Charakteren immer wieder etwas den Fluß aus dem Spiel, kooperativ sieht das ganz anders aus. Es macht einfach eine Menge Spaß zu dritt alternative Wege zu finden und sich gegenseitig bei den verschiedenen Herausforderungen und Gefahren zu unterstützen. Da macht auch einen zweiter Durchlauf der Helden-Rettungsaktion immer wieder Spaß.

Pro / Con
  • grandiose Atmosphäre
  • tolles Koop-Gameplay
  • umwerfende Grafik & Design
  • märchenhafte Akustik
  • toller Mix aus Action & Rätseleinlagen
  • Rätsel auf verschiedene Arten lösbar
  • vorhersehbare Storywendungen
  • Rätsel oft sehr leicht
  • träge deutsche Vertonung
Fazit
Frozenbyte hat bei Trine 2 genau da weiter gemacht, wo man bei Trine aufgehört hat. Und so ist aus dem Jump'n'Run einfach ein traumhaftes Fantasie-Abenteuer geworden, dass alleine Spaß macht, aber kooperativ zu dritt einfach der Hammer ist. Das tolle Gameplay, die grandiose Atmosphäre und die vielen kleinen Ideen in den Levels machen Trine 2 zu einem Spiel, das man kooperativ auf keinen Fall verpassen sollte! - TA
Rating
9/10