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The Darkness 2

TEST: Mysterien, Mafiosi und die Dunkelheit Teil 2

Zwei Jahre ist es her, dass Jackie die Mächte der Darkness einsetzte, um sich an den Mördern seiner Freundin zu rächen. Er schaffte es in der Zeit, die Darkness unter Kontrolle zu halten. Aber das ändert sich schnell: Ein Anschlag auf sein Leben beschwört einen knallharten Mafiakrieg herauf – und noch etwas viel Schlimmeres: Jackie kann die Darkness nicht mehr länger im Zaum halten…

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Alles beginnt mit einem Knall: Eine verfeindete Mafia-Familie stürmt das Lokal, in dem Jackie es sich gerade bequem machen wollte. Ein Van bricht durch die Wand, Explosionen und Schüsse. Verwundet wird Jackie aus dem Gebäude gezerrt und feuert dabei auf anstürmende Gegner – cool inszeniert, aber Ego-Shooter-Kost as usual. Das Ganze ändert sich allerdings grundlegend, als die Darkness wieder aus ihm hervorbricht.

Meet the
Darkness

In den Hinterhöfen hinter seinem in Schutt und Asche gelegten Restaurant kann Jackie die Dunkelheit nicht mehr länger zurückhalten. Verwundet und dem Tod nahe pochen Stimmen in seinem Schädel. Sie drängen ihn, die Dunkelheit zu befreien und seine Feinde in Stücke zu reißen. Jackie versucht dagegen anzukämpfen, doch er muss den Stimmen in seinem Kopf nachgeben. Er kann die Darkness nicht mehr unterdrücken. Er stolpert, fällt und für ein paar Sekunden wird ihm schwarz vor Augen.

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Und plötzlich hat Jackie nicht mehr nur zwei Hände, in der rechten und linken Bildschirmecke tummeln sich zwei übellaunige und äußerst bissige Dämonenarme, die Jackies Widersachern auf vielen verschiedenen Wegen zum Verhängnis werden. Auf Tastendruck greifen die Arme nahe Gegner und murksen sie mit brachialen Finishern ab, schleudern Autotüren oder Rohre und sammeln bei getöteten Gegnern die Seelen ein.

Vier-Arm-
Gameplay

Das Ganze hört sich komplizierter ans, als es ist. Mit etwas Übung geht das „Quad-Wielding“ gut von der Hand. Mit zwei Maschinenpistolen im Anschlag stürmt Jackie auf der Straße vor dem Restaurant feuernd auf einen Haufen Gegner zu, mit den Dämonenarmen reißt er eine nahe Autotür aus der Verankerung und nutzt sie als Schutzschild. Sekunden später segelt die Tür durch die Luft und plättet einen weiteren Gegner. Gefolgt von einem Rohr, das seinen Nebenmann an die Wand nagelt. Getötete Widersacher lassen ihre Seelen zurück, die Jackie sich mit den Dömonenarmen einverleibt.

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Die gesammelten Seelen werden immer wieder als Währung für Upgrades für die Darkness und die Waffen genutzt, ebenso für den Darkling, der wieder mit von der Partie ist und Jackie aktiv in seinem Kampf gegen das „Licht“ unterstützt. Das Jackies Kräfte „Darkness“ heißen, kommt übrigens nicht von Ungefähr, denn die Dämonenarme können nur im Dunkel genutzt werden. Sobald Jackie ins Licht stolpert, ist er ein gefundenes Fressen.

Licht ist
schlecht

Und darauf legen es die Gegner auch an. Neben Mafia-Schergen in verschiedene Ausführungen gibt es Widersacher mit Lichtkanonen, die Jackie das Leben schwer machen. Wobei „schwer machen“ nicht die richtige Formulierung ist, denn mehr als Anstürmen und Feuern scheint man in der Schule für Bösewichte nicht zu lernen. Probleme bekommt Jackie nur, wenn die Gegner gehäuft auftauchen und ihm mit Lichtkanonen und Feuerwaffen zeitgleich auf den Mafiosi-Dämonen-Pelz rücken. Oft müssen auch erst stationäre Lichter ausgeknipst werden, um das Weiterkommen zu ermöglichen.

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Im Vergleich zum Vorgänger sollte The Darkness 2 den Comic-Vorlagen gerechter werden und wartet mit einem schmucken Cell-Shading-Look auf. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten: schnelle und harte Action, eine fesselnde und zugleich rührende Story, garniert mit einer tollen Vertonung mit Faith No More-Frontmann Mike Patton als Jackie Estacado.

Pro / Con
  • cooler Comic-Look
  • erstklassige Vertonung
  • Gegner nutzen Licht als Waffe
  • rührend-spannende Story
  • coole Darkness-Finisher
  • zu kurze Kampagne
  • einfache Bosskämpfe
  • Gegner sind nur Kanonenfutter
  • sehr offenes Ende
Fazit
The Darkness 2 ist ein gelungener First-Person-Shooter. Die Story ist spannend und gleichzeitig immer wieder rührend, die Action ist schnell und heftig. Schade nur, dass sich die Gegner immer wieder so dumm anstellen, sobald sie dem Dämonen-Mafioso über den Weg laufen. Nichts desto trotz ist The Darkness 2 ein stimmungsvolles Spiel, das ungekürzt noch ein ganzes Stück mehr Spaß macht. - TA
Rating
7/10