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AER

GC16: (Fast) so frei wie ein Vögelchen!

Was passiert, wenn die Menschen aufhören an ihre Götter zu glauben? Geht’s nach AER, dann hat das Ganze verheerende Folgen: Die Welt zerbricht und die letzten Bruchstücke fliegen als Inseln im Himmel herum. So geschehen in der Welt des Mädchens Auk, die zudem noch von einer alles verschlingenden Dunkelheit bedroht wird. Es muss also was getan werden, bevor die letzten Überreste der ehemals großen Welt auch noch vom Himmel fallen.

AER Look von der gamescom 2016!

Selbstredend ist Auk diejenige, die dafür sorgen muss, dass sich alles irgendwie doch noch zum Guten wendet. Und da kommt es gerade recht, dass sie die Auserwählte ist und mit einer seltenen Gabe geboren wurde: Sie kann sich jederzeit in einen Vogel verwandeln und ein paar Runden durch die Luft drehen. Natürlich ist auch eben diese Gabe die Möglichkeit für den Spieler, um sich durch die luftige Welt zu bewegen und heilen Fußes von Insel zu Insel zu gelangen.

Über den
Wolken

AER versteht sich als ein Exploration-Action-Adventure mit ein paar Rätsel-Einlagen, die eher kindgerecht als knackig sind. Ein Tutorial erklärt Spiel und Funktion und entlässt Auk und den Spieler danach in die luftige, inselige und weite Welt. Die letzte Anweisung gibt das Spiel im Tutorial, danach sind Entdecker gefragt. Auf gefiederten Schwingen geht es durch die verschiedenen Teile der Welt um so herauszufinden, was getan werden muss, um die große Dunkelheit abzuwenden und die letzten Reste der Welt vor dem Untergang zu bewahren.

AER Look von der gamescom 2016!

In Vogelform geht’s also zur nächsten Insel. Dabei gilt es Winde zu nutzen, um Schwung zu sammeln, um das anvisierte Ziel auch zu erreichen.Gelandet verwandelt sich Auk wieder in ihre menschliche Form und läuft herkömmlich menschlich auf zwei Beinen durch die Gegebend. Die Formwandlung ist jederzeit möglich und passiert automatisch, sollte der Spieler über einen Inselrand herausstolpern. Ein Absturz in Vogelform klappt auch nicht – geht’s zu weit nach unten, wird Auk zurück in den Welt gesetzt. Aber jetzt mal ehrlich – AER ist auch viel zu schön, um sterben zu wollen.

Auf der Suche
nach der Suche

In der bunten und eckigen Low-Poly-Welt finden sich Tempelruinen, Höhlen, Tiere und der eine oder andere echt postkartenwerte Ausblick. Nähert sich Auk einem interessanten Punkt, weißt das Spiel mit einer kurzen Kamerafahrt darauf hin, dass Auk hier möglicherweise durch Druck von zwei versteckten Schaltern den Eingang zu einem unterirdischen Tempel öffnen könnte. Gefunden, gesagt und getan: Robin Hjelten spricht hier von Casual-Rätseln, die auch nicht schwerer werden sollen. Man will schließlich kein Adventure machen.

AER Look von der gamescom 2016!

AER geht mehr in die Richtung spielbares Kunststück – und sieht dabei verdammt gut aus. Ein flüssiger Übergang vom Laufen zum Fliegen zum Laufen, eine bildhübsche Low-Poly-Welt voller Geheimnisse und Potenzial für die eine oder andere Entdeckung. Funktioniert das Prinzip des Spiels, die Steuerung geht angenehm gut von der Hand und man kommt bei der Spurensuche nicht ins Stolpern, bietet AER viel Raum für ein tolles Exploration-Action-Adventure. Raum nach Oben. Natürlich.

Pro / Con
  • stimmiger Grafik-Stil
  • große und freie Spielwelt
  • freier Wechsel zwischen Mensch und Vogel-Gestalt
  • frei erkundbare Welt
  • verschiedene Vegetationen
  • genug Motivation zum Erkunden?
  • sich abnutzendes Gameplay?
Fazit
Wenn man Robin Hjelten zuhört, hört man, dass er sein Spiel liebt. Und wenn man ihm dann auch noch beim spielen zuschaut, verliebt man sich gleich mit. Nicht in Robin - in AER! Es vereint eine extrem liebevolle und detaillierte Gestaltung mit einer ziemlich guten Idee. Freies Erkunden? Cool. Eine offene Inselwelt im Himmel? Cool. Einfach die Gestalt wandeln und fliegen? Jederzeit? Gleich doppelt cool. Also vier Mal „Cool“ in verdammt kurzer Zeit. Das spricht eindeutig für AER und das sechsköpfige Team von Forgotten Keys. Ich freu mich auf jeden Fall drauf! - TA
Rating
-/10