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Daedalic

12 Mitarbeiter werden entlassen, Verträge nicht verlängert

Der Hamburger Entwickler und Publisher Daedalic Entertainment (Edna bricht aus, Deponia-Reihe, Silence) muss die Betriebskosten senken. Die aktuelle Geschäftsentwicklung macht laut der Führungsetage personelle Umstrukturierungen notwendig und so müssen zwölf Mitarbeiter aus den Bereichen Entwicklung und Vermarktung ihren Hut nehmen.

Außerdem sollen auslaufende befristete Verträge nicht verlängert werden. Insgesamt beschäftigt Deadalic Entertainment mit Entwicklungsstudios rund 150 Mitarbeiter. Dazu Carsten Fichtelmann, Gründer und CEO:

„Daedalic hat sich in den letzten zehn Jahren erfolgreich am Markt etabliert und diese insgesamt gute Entwicklung wollen wir beibehalten. Egal auf welcher Plattform haben wir es heute global mit weitaus mehr Konkurrenz zu tun, wie noch vor einigen Jahren. Man muss konstatieren, dass Spiele unserer Art schwer an die Frau und den Mann zu bringen sind. Das war immer so, nur im Moment müssen wir neue Antworten darauf finden, wie es uns wieder besser gelingt Spiele zu entwickeln und zu vermarkten, die nicht nur von einem kleinen Kreis sehr positiv aufgenommen werden, sondern mehr Abverkaufspotential haben, als es zuletzt der Fall war. Bei alledem bläst auch uns ein eisiger Wind des Marktes ins Gesicht und wir arbeiten nicht wie möglicherweise noch in den Anfangsjahren des Unternehmens mit einem schlanken Kostenkorsett.

Die Erlöse pro Titel sind zuletzt bei deutlich gestiegenen Kosten immer mehr zurückgegangen. Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, müssen wir diese Entwicklung in unserer Struktur berücksichtigen. Die aktuelle Situation ist trotz herausragender Spiele in diesem Jahr wie ‚Deponia Doomsday Clip‘, ‚Silence Clip‘ oder dem in Kürze an den Start gehenden ‚Shadow Tactics‘ bescheiden und düster. Darauf müssen wir leider reagieren und stellen uns mit ungebremsten Kampfeswillen für das Jahr 2017 neu auf. Wir haben die Gesamtsituation in den vergangenen Monaten immer wieder analysiert und wir werden auf diese Situation besonnen aber mit Nachdruck reagieren. Es wird weitergehen. Mir wäre es lieber wenn das Jubiläumsjahr von Daedalic unter besseren Vorzeichen startet, aber wir werden nicht aufhören, den Versuch zu unternehmen Spiele zu entwickeln, die auf den gleichen Wurzeln fußen wie unser Unternehmen.“

22. November 2016 I 22:53 I TA