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Alan Wake

Die Entscheidung über einen Teil 2 liegt nicht bei Remedy

Das finnische Studio Remedy Entertainment ist – das kann man wohl so sagen – eins der besten in der Branche. Die Finnen verstehen es besonders gut, packende und spannende Geschichten zu erzählen – wie Max Payne, Alan Wake oder Quantum Break beweisen.

Trotzdem hat es bisher nur die Max Payne-Lizenz geschafft, es auf mehrere Ableger zu bringen. Aber warum eigentlich? Die Antwort ist leicht: Die Entscheidung über potenzielle Nachfolge-Titel liegt nicht bei Remedy, da das Studio nicht im Besitz der Lizenzen ist. Im Falle von Alan Wake und Quantum Break ist der Eigentümer Microsoft – und da scheint ein Interesse an mehr Wake oder Break nicht zu bestehen.

Tero Virtala – CEO bei Remedy Entertainment – hat mit gamesindustry.biz über das Thema gesprochen:

„Wenn wir ein echt gutes Spiel machen – und das bedeutet ein massives Investment – dann möchten die Möglichkeit haben darüber entscheiden zu können, ob wir die Geschichten in weiteren Spielen fortsetzen. Bei Alan Wake und Quantum Break hat das nicht geklappt. […]

Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass es ziemlich kompliziert ist. Die Entscheidung liegt nicht in unserer Hand, so lange nicht auch die Rechte an der Lizenz in unseren Händen liegen.“

Deshalb schlagen die Finnen nun einen anderen Weg ein – oder besser, haben es bereits getan. Das nächste Projekt – bisher nur „Project 7“ genannt – veröffentlicht das Studio zwar zusammen mit 505 Games, allerdings ist der Publisher nur mit einer finanziellen Einlage am Projekt beteiligt. Die Rechte für den nächsten Remedy liegen „in den Händen“ von Remedy selbst. Und wenn man das mal so ganz unverblümt sagen darf: Da liegen sie verdammt gut!

18. Mai 2017 I 21:48 I TA